Schwerpunkte

Politik, die im Alltag ankommt

Berlin lebt von seinen Kiezen – von den Menschen, die sie prägen, und von den Räumen, die wir dafür erhalten und schaffen müssen.

Meine politischen Schwerpunkte liegen dort, wo das im Alltag konkret wird: bei einer Mobilität, die funktioniert und gute Arbeit sichert, bei einem sozialgerechten Umwelt- und Klimaschutz, der im Kiez spürbar ist und für bessere Lebensqualität sorgt, und bei einer Stadtkultur, die Freiräume erhält und Neues möglich macht.

Als Taxifahrer erlebe ich täglich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten in dieser Stadt sind – und wie sehr politische Entscheidungen den Alltag beeinflussen. Deshalb ist mir wichtig, dass Politik nicht über die Köpfe der Menschen hinweg gemacht wird, sondern sich an dem orientiert, was sie wirklich brauchen.

Mir geht es um eine Stadt, die sich weiterentwickelt, ohne ihre Stärke zu verlieren: lebendige Nachbarschaften, bezahlbare Lebensqualität und Raum für Ideen.


Mobilität und gute Arbeit

Mobilität in Berlin muss zuverlässig, bezahlbar und fair organisiert sein. Für mich gehört beides zusammen: eine funktionierende Verkehrspolitik und gute Arbeitsbedingungen für die Menschen, die diese Mobilität täglich möglich machen.

Als Taxifahrer erlebe ich, wie sich der Markt verändert hat. Plattformanbieter wie Uber oder Bolt haben neue technische Möglichkeiten gebracht – aber auch zu einem Wettbewerb geführt, der oft auf Kosten von Arbeitsbedingungen und fairen Regeln geht.

Ich will keine Rückkehr in die Vergangenheit, sondern klare Regeln für alle: gleiche Standards, faire Bezahlung und verlässliche Bedingungen – unabhängig davon, ob jemand Taxi fährt oder über eine Plattform arbeitet.

Gleichzeitig müssen wir das Berliner Taxiwesen nicht nur modernisieren, sondern gezielt stärken. Es ist ein verlässlicher Teil der öffentlichen Mobilität in dieser Stadt. Digitale Angebote, flexiblere Tarifmodelle und eine bessere Verzahnung mit anderen Verkehrsmitteln können dazu beitragen, es zukunftsfest aufzustellen.

Mein Ziel ist eine Verkehrspolitik, die den Kiez entlastet, Mobilität sichert und gute Arbeit schützt – statt beides gegeneinander auszuspielen.


Kiez, Klima & Lebensqualität


Friedrichshain-Kreuzberg ist dicht bebaut und stark versiegelt. Gerade in den Sommermonaten spüren viele Menschen, was das bedeutet: Hitze, fehlender Schatten und wenig Rückzugsorte im öffentlichen Raum. Deshalb müssen wir unsere Kieze klimaresilienter machen – mit mehr Grün, entsiegelten Flächen und einer klugen Gestaltung des öffentlichen Raums.

Verkehrsberuhigung kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Weniger Durchgangsverkehr, mehr Platz für Bäume, Aufenthaltsflächen und sichere Wege erhöhen die Lebensqualität für alle. Gleichzeitig steckt in vielen Kiezen bereits ein großes Engagement der Anwohnerinnen und Anwohner, die ihre Umgebung aktiv mitgestalten wollen.

Mir ist dabei wichtig: Verbesserungen im Kiez dürfen nicht zu neuer Verdrängung führen. Wenn Lebensqualität steigt, darf das nicht bedeuten, dass sich die Menschen, die hier leben, ihr Zuhause nicht mehr leisten können. Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören für mich zusammen.

Mein Ziel ist ein Kiez, der sich an die Herausforderungen des Klimawandels anpasst – und dabei für alle lebenswert bleibt.

Bezahlbares Wohnen sichern

Wohnen ist die zentrale soziale Frage in unserer Stadt. Auch in Friedrichshain-West spüren viele Menschen den Druck steigender Mieten und die Sorge, ihr Zuhause zu verlieren.

Für mich ist klar: Wohnen muss verlässlich bezahlbar bleiben. Deshalb unterstütze ich Instrumente wie eine wirksame Mietpreisbremse und setze mich dafür ein, dass bestehende Regelungen konsequent angewendet und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig brauchen wir bessere Möglichkeiten, gegen überhöhte Mieten vorzugehen – etwa durch eine Mietprüfstelle, die Transparenz schafft und Mietwucher effektiv bekämpft.

Beim Neubau geht es nicht nur um mehr Wohnungen, sondern auch darum, für wen gebaut wird. Ich möchte, dass gemeinwohlorientierte Akteure wie Genossenschaften stärker gefördert und bevorzugt werden. Sie stehen für langfristig stabile Mieten und eine nachhaltige Entwicklung unserer Kieze.

Ich bin überzeugt: Eine soziale Wohnungspolitik muss den Bestand schützen, neuen Wohnraum schaffen und dabei das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellen – damit die Menschen, die hier leben, auch bleiben können.